Klimapsychologie: Patient Nr. 2021 möchte ins Handeln kommen



Warum wissen wir so viel über die Klimakrise, und kommen trotzdem nicht recht ins Handeln? Wie können wir uns selbst und die Natur als zusammen gehörig erleben? Was hat das alles mit unsichtbaren Grenzen zu tun? Und brauchen wir über einer nachhaltigeren Form des Wirtschaftens und umgesetzter Klimagerechtigkeit hinaus, einen kollektiven Bewusstseinswandel um die Krisen unserer Zeit zu bewältigen?


Von der Sesshaftwerdung bis in die heutige Zeit haben wir Menschen immer wieder große Veränderungsprozesse durchlaufen, aus denen wir für die Herausforderungen unserer Zeit lernen können.

Wir haben in der siebten Podcast-Folge von studies4future mit dem Autor des Buches “Klimapsychologie”, Dr. Stefan Ruf, zu all diesen Fragen über kulturhistorische Veränderungsprozesse im Bezug auf die Klimakrise gesprochen. Ausgangspunkt war die Hypothese: Wenn man die Pathologien der Moderne, wie z.B. Konsumismus, (Natur-) Entfremdung, Vereinzelung etc. als wichtige Mitursache für die allgemeine Handlungsträgheit im Bezug auf die Bewältigung der Klimakrise sieht, dann brauchen wir innerhalb einer sozial-ökologischen Transformation auch einen Wandel des Fühlens, Denkens und Wahrnehmens.


Hier geht es zum Buch “Klimapsychologie” von Dr. Stephan Ruf.



Im Zuge der Klimakrise sprechen wir immer häufiger von einer sozial-ökologischen Transformation, also einem tiefgreifenden, langfristigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer Gesellschaft, die innerhalb der planetaren Grenzen lebt.


Was nochmal genau mit planetaren Belastbarkeitsgrenzen gemeint ist, erfahrt hier.


Auf der gemeinsamen Seite der ‘Psychologists for Future’ und der ‘Psychotherapists for Future gibt es einen Fundus an Informationen zum Thema Psychologie der Klimakrise. Auf wissenschaftlich evaluierten Theorien aufbauend könnt ihr dort z.B. Erklärungsansätze für menschliches Reaktionsverhalten auf Krisen und Katastrophen, mehr zur Intention-Behaviour-Gap und wie man besser ins Handeln kommt oder auch dazu, wie wir am besten über die Klima-Thematik kommunizieren.


Wer genauer verstehen möchte, welche Herausforderungen gesellschaftliche Veränderungsprozesse aus psychologischer Sicht besonders im Hinblick auf soziale Resilienz mit sich bringen, sollte einen Blick in das Paper Community resilience: path dependency, lock-in effects and transitional ruptures von Geoff A. Wilson werfen.

Ihr seid interessiert an Lebens- und Wirtschaftsweisen, die dem Wachstumsparadigma den Rücken zukehren? Dann interessiert euch sicher der Blog Postwachstum.


Wer noch genauer nachvollziehen möchte, wie unterschiedlich und wandelbar ,kulturhistorisch betrachtet, eigentlich die Sicht des Menschen auf die Welt und seine Wahrnehmung ist, dem empfehlen wir sich auf dem Youtube Kanal von Prof. Dr. Ötsch umzusehen. Dort geht es u.a. um sich wandelnde Weltbilder.


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